Das war die BIELEFELD 2010
(von Th.-Oliver Kniephoff)
 
 
Glückliche Gesichter bei den Veranstaltern, überwiegende Zustimmung von den Ausstellern und Juroren, sowie positive Reaktionen von den Besuchern - Zufriedenheit überall, die Bielefeld 2010 am 16./17.10.2010 war ein voller Erfolg.
 
Nachdem schon am Donnerstagmittag die Vitrinen aus Bielefeld-Brake und die Ausstellungsrahmen mit dem Lkw aus dem Kreis Soest abgeholt wurden, begann am Freitag der Aufbau für die Ausstellung. Fleißige Helfer aus dem Verein und vier engagierte „Aushilfskräfte“ sorgten dafür, dass innerhalb von vier Stunden die Mensa der Martin-Niemöller-Gesamtschule in Schildesche ausgeräumt und die kompletten Ausstellungsrahmen aufgebaut waren. Die Aussteller konnten nun kommen. Gegen 18:00 Uhr war alles eingeräumt und die angereisten Juroren begannen mit ihrer Arbeit.
Am Samstag um 09:30 Uhr begann die offizielle Eröffnung. Nachdem zunächst unser Vorsitzender, Wolfgang Dümke, einige einleitende Worte zur Veranstaltung sagte und unserem langjährigem Sammlerfreund Helmuth Esselmann die Urkunde für die auf der JHV verliehene Ehrenmitgliedschaft überreichte, übergab er das Wort an den Bürgermeister der Stadt Bielefeld, Herrn Horst Grube. Die Stadt Bielefeld hatte anlässlich des 75-jährigen Vereinsjubiläums die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung übernommen und stiftete einen Ehrenpreis. Danach folgte die offizielle Eröffnung der Jubiläumsausstellung durch den Vorsitzenden des Verbandes der Philatelisten in NRW, Herrn Werner Müller.
Um 10:00 Uhr wurde die Ausstellung für die Besucher geöffnet, die zahlreich in das Forum der Martin-Niemöller-Gesamtschule strömten.
Insgesamt waren 44 Exponate im Wettbewerb vertreten, in der „Offenen Klasse“ konnten neun Sammlungen durch eine Publikumsjury bewertet werden. Darüber hinaus wurden noch vier Exponate in der Einladungsklasse gezeigt.
Als besonderes - nicht rein philatelistisches - Exponat wurden historische Schreibutensilien von unserem Sammlerfreund Manfred Schulz liebevoll in eine Vitrine drapiert. Er selbst ließ es sich nicht nehmen, jedem Interessenten seine Sammlung zu erläutern.
Fünf Briefmarkenhändler boten während der Ausstellung ihre Waren an, diese erhielten regen Zuspruch von den Besuchern.
Die beiden Sonderumschläge konnten am Infostand erworben und mit Briefmarken versehen am daneben aufgebauten Stand des „Erlebnis Briefmarken Teams“ und mit dem Sonderstempel abgestempelt werden.
Eine Tombola, ausgestattet mit meist philatelistischen Preisen, fand so großen Zuspruch, dass bereits zu Beginn des zweiten Ausstellungstages alle Lose verkauft und alle Gewinne ausgegeben waren. Nieten waren in der Tombola nicht vorhanden, so dass jeder auch mit einem Preis nach Hause gehen konnte.
In der Cafeteria herrschte während der gesamten Ausstellung ein ständiges Kommen und Gehen und die Sammlerfrauen hatten eine Menge zu tun, um die Besucher mit belegten Brötchen, Kaffee und Kuchen, kleinen Snacks und kalten Getränken zu versorgen.
Am Samstagabend fand im Restaurant „Alt-Schildesche“ der Festabend der Jubiläumsveranstaltung statt. Hier wurden auch durch die Jury die besten Exponate der Ausstellung vorgestellt. Als beste Sammlung wurde das postgeschichtliche Exponat „Zustellung im und aus dem sächsischen Postbezirk“ von Michael Schewe herausgestellt. Beste Jugendsammlung war das Exponat „Mühlen einst und jetzt – vom Mahlstein zum Windrad“ von Yannik Krause, die beste thematische Sammlung „Alltägliches auf europäischen Bauernhöfen einst und jetzt“ von Manfred Heiland. Sieger bei der traditionellen Philatelie wurde das Exponat „Das Memelgebiet von 1921 bis zum Ende der französischen Verwaltung“ von Horst Erdbrügger. Alle Sammlungen wurden mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet.
Am Sonntag fanden neben der Ausstellung noch ein Tauschtag der Briefmarken-Sammlergemeinschaft Bielefeld und das Treffen der ostwestfälischen Briefmarkenvereine statt.
Nachdem die Ausstellung am Vormittag gut besucht war, wurde es in der Mittagszeit doch sehr ruhig, so dass schon die Befürchtung aufkam, dass keine Besucher mehr kommen sollten. Gegen 14:30 Uhr setzte jedoch noch einmal ein regelrechter „run“ auf die Ausstellung ein, so dass die Ermittlung der Gewinner der „Offenen Klasse“ zeitlich noch verschoben werden musste, weil die Besucher vor den Teilnahmekärtchen Schlange standen.
Schließlich wurde das Exponat von Manfred Heiland „Singvögel“ Europäische Sperlingsvögel (mit roter Liste) von den Besuchern als bestes Exponat der „Offenen Klasse“ bewertet. Die Teilnahme an der Bewertung hat sich auch für die Besucher gelohnt, drei Buchpreise wurden unter den Teilnehmern verlost.
Um 17:00 Uhr wurde die Ausstellung pünktlich geschlossen und die angereisten Aussteller konnten ihre Sammlungen wieder in Empfang nehmen.
Danach begann der Abbau und um 21:00 Uhr waren die Ausstellungsrahmen abgebaut und die Mensa der Schule wieder eingeräumt. Am Folgetag folgte dann der Transport der Rahmen.
Als Ergebnis kann man eine gelungene Ausstellung mit einer geschätzten Zahl von 1500 – 2000 Besuchern und (bis jetzt) einem Neumitglied (sowie weiteren Interessenten) vermelden. Bis zum nächsten Jubiläum (zur nächsten Ausstellung) sind es nur 5 Jahre.
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